Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Ansteckende Tuberkulosebakterien

Tuberkulose der Rinder

foto22_1.jpg

Kühe im Stall auf dem Karlshof in Roßdorf
© Staatskanzlei

Die Tuberkulose des Rindes ist eine ansteckende, durch Tuberkulosebakterien (Mykobakterium bovis und Mykobakterium caprae) verursachte, chronisch verlaufende Krankheit. Die Tuberkulose ist vom Tier auf den Mensch, aber auch vom Mensch auf das Tier übertragbar und gehört somit zu den Zoonosen.

Eine Infektion erfolgt meistens über die Luft (Tröpfcheninfektion). Die Krankheit verläuft zunächst symptomlos, bevor sich geschwülstige Veränderungen und geschwulstartige Knoten (Tuberkel) in den Lymphknoten und den Organen bilden. Beim Rind tritt die Erkrankung sehr häufig in Form der Lungentuberkulose auf. Die Krankheitsdauer kann sich über Jahre erstrecken, bis sie schließlich unter starker Abmagerung zum Tode führt. Im Frühstadium kann die Tuberkulose nur mit Hilfe spezifischer Untersuchungsverfahren erkannt werden. Im fortgeschrittenen Krankheitszustand sind Husten, Atembeschwerden, Abmagerung und Leistungsabfall Zeichen der Erkrankung. Infektionen können auch über die Aufnahme erregerhaltiger Milch erfolgen. Mykobakterien werden bei der Pasteurisierung von Milch jedoch abgetötet, so dass die Aufnahme von pasteurisierter Milch für den Menschen ungefährlich ist.

Die Tuberkulose der Rinder ist eine in Deutschland anzeigepflichtige Tierseuche. Die Bekämpfungsvorschriften gegen die Tierseuche sind in der Verordnung zum Schutz gegen die Tuberkulose des Rindes (Tuberkulose-Verordnung) in der Fassung der Bekanntmachung vom 13. März 1997 (BGBl. IS. 462) in der jeweils geltenden Fassung festgelegt.