Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
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Verzehrsempfehlung - Wildlebende Flussfische

Flussfische können mit Dioxinen und polychlorierten Biphenylen (PCB) belastet sein. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat aufgrund von Daten aus der Dioxin-Datenbank des Bundes und der Länder und der Datenbank des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) eine Bewertung des gesundheitlichen Risikos vorgenommen.

Demnach kann der Verzehr von fettreichem Fisch erheblich zur Aufnahme von Dioxinen und PCB beim Menschen beitragen.

Um die Gesundheit der Bevölkerung vor der schädlichen Wirkung von Dioxinen und dioxinähnlichen Verbindungen zu schützen, hat die EU mit Verordnung (EG) Nr. 1881/2006 Höchstgehalte für Dioxine und PCB in Kraft gesetzt. Folglich ist ein Inverkehrbringen von Fischen und Fischereierzeugnissen, in denen die Konzentration dieser Stoffe über dem Höchstgehalt liegt nicht zulässig.

Eine besondere Risikogruppe stellen die sogenannten Vielverzehrer wie Angler und ihre Familien dar. Sie bereiten ihre selbstgefangenen Fische zu und verzehren diese, ohne dass sie durch Höchstgehaltregelungen und deren Überwachung durch die Lebensmittelkontrolle geschützt sind.

Aus Gründen des vorsorgenden Verbraucherschutzes wurde ein „Merkblatt zur Vermeidung der Aufnahme von Dioxin und dioxinähnlichen PCB durch den Verzehr von Flussfischen“ erarbeitet, in welchem von einem einseitig häufigen und langfristigen Verzehr an fettreichen Fischen mit hohem Gehalt an Dioxinen und dl-PCB abgeraten wird.