Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
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Qualität der Lebensräume im und am Gewässer

Gewässerstruktur

Bach Obere Weil

Ein Bachbett mit Bäumen
© HLUG

Die Funktionsfähigkeit unserer Gewässer und die Lebensbedingungen in und an den Fließgewässern werden wesentlich bestimmt durch die Wasserbeschaffenheit (Gewässergüte), die Abflussdynamik und die morphologische Beschaffenheit (Gewässerstruktur), d. h. die Bezüge zu Ufer und Aue. Mit der Gewässerstrukturgütekartierung wird die Abweichung vom potenziell natürlichen Zustand erfasst.

Als erstes Bundesland hat Hessen 1995 mit der detaillierten, flächendeckenden Gewässerstrukturgütekartierung aller Gewässer begonnen. Insgesamt wurde die strukturelle Beschaffenheit von rund 23.000 km Fließgewässer erfasst. Hierbei wurden in 100-Meter-Abschnitten jeweils 26 Einzelparameter vor Ort kartiert und anschließend bewertet. Die Gewässerstrukturgütekartierung wurde 1998 mit der Vorstellung der ersten „Gewässerstrukturgütekarte Hessen" abgeschlossen. Neben naturnahen Abschnitten finden sich auch zahlreiche Strecken, die durch den Menschen stark überformt wurden. So wurden z.B. Bäche begradigt, Ufer verbaut, Ufergehölze beseitigt und Feuchtgebiete trockengelegt. Weitere Informationen über die Gewässerstrukturgüte in Hessen bietet das Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie (HLUG).