Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
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Jagdwesen

Jagdabgabe

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Zeichnung von Wildschweinen
Zeichnung von Wildschweinen
© Dr. Karl Snetlage; HMUKLV

Bei der Jagdscheinerteilung wird neben der Verwaltungsgebühr eine Jagdabgabe in gleicher Höhe erhoben.

Davon verbleiben 15 % bei der obersten Jagdbehörde zur Deckung der Verwaltungskosten rund um die Jagdabgabe. Die restliche Summe wird gemäß dem Auftrag des Gesetzgebers zur „Förderung des Jagdwesens“ verwendet. Werden die Einnahmen in einem Jahr nicht vollständig ausgegeben, so bleiben sie der Jagdabgabe erhalten und stehen im folgenden Jahr für die Förderung des Jagdwesens zur Verfügung. Sind die Mittel eines Jahres verausgabt, können keine weiteren Förderungen in diesem Jahr durchgeführt werden.

Die Höhe der gesamten jährlichen Einnahmen bei der Jagdabgabe schwankt, aufgrund der Abhängigkeit von den erteilten Jagdscheinen, von Jahr zu Jahr zwischen ca. 650.000 € und 850.000 €.

Alle bei der obersten Jagdbehörde eingereichten Anträge auf Förderung werden im Einzelfall geprüft. In den vergangenen Jahren wurden die unterschiedlichsten Projekte aus der Jagdabgabe gefördert: So wurde beispielsweise das Pilotprojekt zur Abschussplanung von Rehwild auf der Ebene der Hegegemeinschaft, durchgeführt von der Hegegemeinschaft Knüll, in den Jahren 2007-bis 2009 bezuschusst. Die Ergebnisse des Projektes waren aufschlussreich und überzeugend zu gleich, so dass sie bei der Überarbeitung des Hessischen Jagdgesetzes im Jahr 2011 in dieses aufgenommen wurden. Dank dieses Projektes kann heute landesweit der Rehwildabschussplan auf der Ebene der Hegegemeinschaften festgesetzt werden.

Auch wurde u.a. der Bau einer Besucherkanzel im Wildschutzgebiet Kranichstein aus den Mitteln der Jagdabgabe unterstützt. Es flossen Zuschüsse für Neu- und Umbauten von jagdlichen Schießständen in Hessen, für eine Fachtagung zum Thema Feldhase und zur Fortbildung des Arbeitskreis Hessenluchs.

Des Weiteren erhalten alljährlich die Stiftung Hessischer Jägerhof und der Landesjagdverband Hessen e.V. eine institutionelle Förderung aus den Mitteln der Jagdabgabe.

Die Hegegemeinschaften können jährlich einen Zuschuss aus den Mitteln der Jagdabgabe beantragen und diesen zur teilweisen Abdeckung der Kosten bei der Koordination der gemeinschaftlichen Jagden, für jagdliche Fortbildungen und für den laufenden Geschäftsbetrieb verwenden (siehe Download Erlass vom 06.12.2010 zur Förderung der Hegegemeinschaften aus Mitteln der Jagdabgabe). Darüber hinaus können die Hegegemeinschaften Unterstützung für andere jagdliche Projekte einreichen.

Bei Fragen zur Beantragung von Fördermitteln aus der Jagdabgabe können Ihnen die Antworten auf häufig gestellten Fragen im Downloadbereich weiterhelfen.

Bitte beachten Sie die im Download zur Verfügung stehenden „Allgemeine Nebenbestimmungen für Zuwendungen zur Projektförderung“ und das Merkblatt zum Thema Vergaberecht. Ein Antragformular zur Förderung aus Mitteln der Jagdabgabe steht ebenfalls als Download zur Verfügung.