Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
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FÜR EIN RESSOURCENSCHONENDES HESSEN

Ressourcenschutzstrategie

Der Koalitionsvertrag sieht die Entwicklung einer Ressourcenschutzstrategie vor, die im Zusammenspiel mit der Wissenschaft, der Wirtschaft und den Verbänden Aktivitäten zum Schutze natürlicher Ressourcen, zur Ressourcenschonung und mehr Ressourceneffizienz bündelt.

Das große Potenzial von Hessen gilt es zu nutzen, aber auch zu bewahren!

Aus diesem Grund wird die Strategie beitragen, den Menschen in Hessen den Wohlstand auf Dauer im Einklang mit den natürlichen Lebensgrundlagen zu erhalten. Es werden wichtige Impulse, regionaltypische Ideen und Initiativen erwartet, die in den verschiedenen Landesteilen und darüber hinaus übernommen werden können.

Ressourcen gemeinsam nutzen und schützen

Die natürlichen Ressourcen sind Voraussetzung zur Erhaltung des aktuellen und zukünftigen Lebens auf unserer Erde. Einige dieser Ressourcen stehen jedoch nur in begrenztem Umfang zur Verfügung. Dennoch steigt die Nutzung natürlicher Ressourcen weltweit unablässig. Bedenkt man, dass UN-Prognosen zufolge die weltweite Bevölkerung bis 2050 auf bis zu 10 Mrd. Menschen steigt, wird es eine Herausforderung sein, die uns als Menschheit zur Verfügung stehenden Ressourcen auch so einzusetzen, dass diese  für alle ausreichen. Deshalb sind der Schutz, die Schonung und die effiziente Nutzung der natürlichen Ressourcen, auch für zukünftige Generationen, von existenzieller Bedeutung. Sauberes Wasser, gesunde Luft, intakte Böden, eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt und der sparsame Umgang mit den natürlichen Ressourcen sind Kernpunkte hessischer Umweltpolitik.

Die Hessische Landesregierung sieht im Zusammenwirken mit der Wirtschaft besondere Chancen bei der Ressourcenschonung und Ressourceneffizienz. Unter Federführung des Umweltministeriums wird daher eine Ressourcenschutzstrategie erarbeitet, welche die Aktivitäten der Landesregierung bündelt und Wissenschaft, Wirtschaft und Verbände mit einbezieht. Auf eine weitgehende Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch zielen wir ab. Wir streben langfristig eine nachweislich nachhaltige Rohstoffversorgung unserer Wirtschaft an, unabhängig davon, ob die Rohstoffe innerhalb oder außerhalb Hessens gewonnen werden. Der Steigerung der Ressourceneffizienz messen wir vor allem im Hinblick auf die eingesetzten Materialien hohe Bedeutung zu. Beim Schließen von Stoffkreisläufen hin zu einer nachhaltigen abfall- und schadstoffarmen Kreislaufwirtschaft wollen wir uns weiter verbessern. Hier setzen auch hessische Forschungsprogramme für eine nachhaltige Ressourcennutzung- und – bewirtschaftung an.

Schwerpunkte der Ressourcenschutzstrategie:

  • Ressourcen schonen und Ressourceneffizienz steigern
  • Schließen von Stoffkreisläufen
  • Stärkung des Einsatzes von Sekundärrohstoffen
  • Chancenorientierte Kommunikation der Ressourceneffizienz
  • Forschung im Bereich nachhaltiger Ressourcennutzung und -bewirtschaftung

Ressourcenschonende Ernährung

Eine wichtige Rolle in der hessischen Ressourcenschutzstrategie wird z.B. der Ressourcenverbrauch im Bereich der Ernährung spielen. Die Erzeugung von Nahrungsmitteln ist eng mit der Nutzung von Wasser, Boden/Fläche, Düngemitteln wie Phosphor und Stickstoff und später bei Ernte, Verarbeitung und Vermarktung mit Energie- und Transportaufwand verbunden. Ein Großteil unseres Nahrungsmittelbedarfs wird nicht auf hessischen Anbauflächen erzeugt, sondern importiert. Wir greifen damit sozusagen auf Ressourcen, insbesondere Flächen in anderen Regionen der Erde zurück und begünstigen mit unserer Nachfrage zum Teil klimaschädliche Landnutzungsänderungen mit negativen Auswirkungen auf die dortige Umwelt und Artenvielfalt. Damit gehen auch zum Teil negative Veränderungen für die betroffene Bevölkerung einher.
Unsere eigenen fruchtbaren Böden und Flächen benutzen wir in erheblichen Umfang zum Anbau von Tierfutter - also zur Fleischerzeugung. Schätzungsweise 484.000 Tonnen Lebensmittel werden in Hessen jährlich weggeworfen. Das ist Ressourcenverschwendung und diese Zahl müssen wir senken.

 

Haben Sie noch Fragen zu diesem Thema?

Ansprechpartner:
Holger Diehl, Referat I1, holger.diehl@umwelt.hessen.de
Maria Ertl; Referat I1, maria.ertl@umwelt.hessen.de