Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Belästigungen

Gerüche

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Ein Mann hält sich die Nase zu
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Geruchsbelästigungen können beispielsweise durch Chemieanlagen, Lebensmittelfabriken, aber auch durch Abfallgestank oder Tierintensivhaltungen verursacht werden. Dieses kann sich im nachbarschaftlichen Verhältnis auf Dauer als konfliktträchtig erweisen. Der Nachweis einer Geruchsbelästigung mittels physikalisch-chemischer Messverfahren ist äußerst aufwendig bzw. gar nicht möglich. In besonderen Konfliktsituationen werden jedoch zur Ermittlung der vorhandenen Belastung Begehungen mittels Probandenteams durchgeführt. Die Durchführung dieser  sogenannten olfaktometrischen Messung erfolgt in der Regel durch eine nach § 29 b Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) bekanntgegebene Messstelle.

Gesetzliche Regelungen

Grundlage zur Beurteilung des Umfangs von Geruchsemissionen und  – immissionen im Umfeld geruchsrelevanter Anlagen sind einschlägige Regelwerke zur Luftreinhaltung, wie z.B. der Technischen Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft). Da die TA-Luft nur allgemeine Hinweise im Hinblick auf Geruchsemissionen enthält, wird zur Ausfüllung und Konkretisierung dieser Hinweise die Geruchsimmissions-Richtlinie (GIRL) herangezogen. Diese enthält detaillierte Anforderungen an die Durchführung zur Feststellung und Beurteilung von Geruchseinwirkungen sowohl im Genehmigungs- als auch im Überwachungsverfahren, in denen auch die o.g. Faktoren berücksichtigt sind. Ferner enthält die Richtlinie Anforderungen an Geruchsempfindlichkeiten von Probanden sowie an meteorologische Eingangsdaten für Ausbreitungsrechnungen.