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Den hessischen Wald pflegen und erhalten

Ministerin Priska Hinz spricht bei der Jahreshauptversammlung der Kreisgruppe Waldeck-Frankenberg des Hessischen Waldbesitzerverbandes über nachhaltige Waldbewirtschaftung in Hessen

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Totholz in einem Waldstück in der Rhön
Totholz in einem Waldstück in der Rhön
© H.-P. Maier, HMUKLV

„Der hessische Wald ist Naturraum, Erholungsraum und Ressource. Er ist wichtiger Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Daher müssen wir ihn schützen und bewahren. Das tun wir im hessischen Staatswald mit dem FSC-Zertifikat und mit der Ausweitung von Kernflächen“, sagte Umweltministerin Priska Hinz heute in Twistetal-Mühlhausen bei der Jahreshauptversammlung der Kreisgruppe Waldeck-Frankenberg des Hessischen Waldbesitzerverbandes. „25.500 Hektar oder acht Prozent des Staatswaldes wurden dauerhaft aus der forstwirtschaftlichen Nutzung genommen. Dies ist ein freiwilliger Beitrag des Landes zur Umsetzung der Nationalen Biodiversitätsstrategie“, hob die Ministerin in ihrem Grußwort zum Thema „Nachhaltige Waldbewirtschaftung“ hervor.

Seit Januar 2016 sind zudem insgesamt 21 Forstämter mit rund 140.000 Hektar Staatswald nach FSC zertifiziert. „Das FSC-Zertifikat verschafft Gewissheit, dass der hessische Staatswald anspruchsvoll, sozial, ökologisch und nachhaltig bewirtschaftet wird“, unterstrich die Ministerin. „Es ist unser Ziel, bis zum Ende der Legislaturperiode die FSC-Zertifizierung im gesamten hessischen Staatswald zu etablieren“.  Zurzeit erfolgt eine Zwischenbewertung der ökologischen und ökonomischen Aspekte. Hierfür lässt das Umweltministerium ein unabhängiges Gutachten erstellen.

Die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder liefert einen nachwachsenden umwelt- und klimafreundlichen Rohstoff und dient den Menschen als Arbeitsplatz. Im Cluster Forst und Holz arbeiten in Hessen 35.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte. „Unsere Waldpolitik ist auf die Menschen gerichtet. Wir wollen sichere und zukunftsfähige Arbeitsplätze. Außerdem sind Wälder Zufluchtsorte für Menschen, die Ruhe und Entspannung suchen“, sagte Ministerin Hinz. „Für die Freizeitnutzung und die sportliche Betätigung im Wald muss es aber auch Grenzen und Regeln geben. Mit dem Hessischen Waldgesetz haben wir Regelungen zum Betreten des Waldes, die allen Belangen in ausgewogener Weise Rechnung tragen“, sagte die Ministerin.

In ihrem Grußwort erinnerte Ministerin Hinz außerdem an die großen Schäden, die der Sturm Kyrill vor zehn Jahren in hessischen Wäldern verursacht hat. Hessen war mit einer Sturmwurffläche von 73.000 Hektar sehr stark betroffen, vor allem in Nord- und Mittelhessen. Es fielen durch Kyrill insgesamt sieben Millionen Festmeter Holz. „Ich möchte den Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern meine große Anerkennung dafür aussprechen, wie sie seinerzeit diese enorme Herausforderung gemeistert haben“, betonte Umweltministerin Hinz. „Die Bewältigung der Sturmschäden von Kyrill hat gezeigt, wie gut und wie wichtig unser staatliches Betreuungsangebot für kommunale und private Waldbesitzer ist. Es ist gut, dass wir den Erhalt des Einheitsforstamtes durchgesetzt haben“, ergänzte sie. Der Landesbetrieb Hessen-Forst mit den Forstämtern und Revieren ist insbesondere für die zahlreichen Kleinprivatwaldbesitzer in Hessen ein zuverlässiger Partner.

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