Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Frauen im ländlichen Raum

Fördermaßnahmen

Ländliche Regionalentwicklung - LEADER

LEADER ist eine EU-Förderstrategie zur Mobilisierung und Umsetzung der Entwicklung in ländlichen Gemeinschaften. Wesentliche Grundlage ist das Engagement der Regionen, ihrer politischen Entscheidungsträger und ihrer gesellschaftlichen Gruppierungen. Öffentlich-private Partnerschaften entfalten in eigener Verantwortung Initiativen, erkennen Stärken und Schwächen, formulieren Ziele, bestimmen Entwicklungsstrategien und legen diese in regionalen Entwicklungskonzepten (REK) dar. Über dieses Instrument lassen sich sehr gut auch Themen bzw. Vorhaben umsetzen, die die Belange von Frauen im ländlichen Raum betreffen.

Innerhalb der Gebietskulisse Ländlicher Raum sind in Hessen insgesamt 24 sogenannte Lokale Aktionsgruppen (LAG) eingerichtet. Einen Überblick darüber, welche LAG welche Region abdeckt finden Sie hier.

Förderschwerpunkte von LEADER sind u.a.:

  • Existenzgründungen
  • touristische Infrastrukturen
  • Kultureinrichtungen und Inwertsetzung von Landschaften
  • Versorgungseinrichtungen
  • Unternehmenskooperationen
  • Marketing und Kommunikationskonzepte
  • Schulungen, Öffentlichkeitsarbeit, Studien
  • Netzwerke und bürgerschaftliches Engagement.

Weitere Informationen zu LEADER finden Sie hier
und zu den Hessischen Regionalforen, die in 24 Regionen das LEADER-Programm umsetzen finden Sie Informationen hier​.

Innovation und Zusammenarbeit in der Landwirtschaft und in ländlichen Gebieten

Der Strukturwandel im ländlichen Raum, die Verknappung der Ressourcen aber auch der fortschreitende Klimawandel sowie die Auswirkungen des demografischen Wandels stellen die Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft vor große Herausforderungen, die ein Um- und Weiterdenken erfordern. Innovative Ideen sind genauso gefragt wie die Zusammenarbeit mehrerer ParnerInnen in der Landwirtschaft und im ländlichen Raum.

Die Förderung von Innovation und Zusammenarbeit beinhaltet vier verschiedene Teilmaßnahmen mit unterschiedlichen Zielsetzungen. 

  • Mit der „Europäischen Innovationspartnerschaft Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit – EIP–Agri“ sollen gemeinsame Lösungen und Ansätze von Akteuren aus Praxis, Wissenschaft, Wirtschaft und Beratung auf die gesellschaftlichen Herausforderungen entwickelt werden. Die Bandbreite in diesem Teilbereich ist sehr umfassend und greift dabei die vom Land Hessen herausgearbeiteten thematischen Schwerpunkte auf.
  • Bei den drei anderen Teilmaßnahmen stehen weniger Innovationen im Vordergrund als die Zusammenarbeit der PartnerInnen und spezifische thematische Schwerpunkte:
    Einerseits wird die Zusammenarbeit von PartnerInnen im Rahmen kurzer Versorgungsketten und lokaler Märkte gefördert. Andererseits geht es um die Zusammenarbeit im Zuge von Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel bzw. Klimaschutzaktivitäten und bei einer weiteren Teilmaßnahme um die Zusammenarbeit in Bezug auf die Erarbeitung und Umsetzung lokaler Strategien, die unter anderem auch der Schaffung von Netzwerken dienen können. Insbesondere diese Teilmaßnahme könnte bei der Durchführung von Vorhaben für Frauen im ländlichen Raum von Interesse sein.

Mehr Informationen finden Sie hier.

Folgende Ansprechpartner/Innen stehen Ihnen zur Seite:

  • Für erste Ideen und eine allgemeine Beratung:
    Hessischer Innovationsdienstleister (Institut für ländliche Strukturforschung); Frau von Kutzleben, Tel.: 069 - 9726683 - 11 und Herr Dr. Ulrich Gehrlein, Tel.: 069 - 9726683 - 17, E-Mail: eip-hessen@ifls.de.
  • Für fördertechnische Fragen:
    Regierungspräsidium Gießen, Dezernat 51.1 Landwirtschaft, Marktstruktur; Frau Karin Drube, Tel.: 0641 – 3035111, e-Mail: karin.drube@rpgi.hessen.de und Herr Dr. Jürgen Becker, Tel.: 0641 -3035110, e-Mail: juergen.becker@rpgi.hessen.de
  • Für Beratungsfragen zum Thema Produktion und Betriebswirtschaft:
    Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH); Frau Dr. Beate Formowitz, Tel.: 06424 - 301113, e-Mail: beate.formowitz@llh.hessen.de

Schaffung von zusätzlichen Einkommensquellen im ländlichen Raum (Diversifizierung)

In diesem Bereich werden Investitionen zur Schaffung von zusätzlichen Einkommensquellen im ländlichen Raum aus nichtlandwirtschaftlicher Tätigkeit unterstützt.

Nähere Informationen finden Sie hier.

Dort finden Sie auch einen Link auf die zur Verfügung stehende Beratung des Landesbetriebs Landwirtschaft Hessen (LLH), Dezernat 17 - Beratungsteam Erwerbskombinationen sowie die für die Förderung in den Landkreisen zuständigen Ansprechpartner.