Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Ländlicher Raum

Regionalentwicklung

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© HMWVL

In der ELER-Förderperiode 2014-2020 wird Hessen seine Förderangebote der ländlichen Regionalentwicklung im Rahmen des LEADER-Ansatzes umsetzen.

LEADER ist eine EU-Förderstrategie zur Mobilisierung und Umsetzung der Entwicklung in ländlichen Gemeinschaften. Wesentliche Grundlage ist das Engagement der Regionen, ihrer politischen Entscheidungsträger und ihrer gesellschaftlichen Gruppierungen. Öffentlich-private Partnerschaften entfalten in eigener Verantwortung Initiativen, erkennen Stärken und Schwächen, formulieren Ziele, bestimmen Entwicklungsstrategien und legen diese in regionalen Entwicklungskonzepten (REK) dar.

Ziele

Auf Grundlage der ELER-Priorität 6 „Förderung der sozialen Inklusion, der Armutsbekämp-fung und der wirtschaftlichen Entwicklung in ländlichen Gebieten“ und den Unterprioritäten
a) Erleichterung der Diversifizierung, Gründung und Entwicklung von kleinen Unternehmen
    und Schaffung von Arbeitsplätzen,
b) Förderung der lokalen Entwicklung in ländlichen Gebieten,
wurden für Hessen nachfolgende Ziele formuliert:

-    den demografischen Wandel aktiv gestalten und soziale Innovationen fördern,
-    Bildungsbedarfe ermitteln und befriedigen,
-    angepasste Modelle der Grundversorgung entwickeln und umsetzen,
-    Modelle zum Erhalt und der Entwicklung einer bedarfsgerechten Versorgungsinfrastruktur  entwickeln und umsetzen,
-    Anpassung und Weiterentwicklung der Bau- und Siedlungsstruktur,
-    Energieeffizienz und Nutzung erneuerbarer Energien fördern,
-    wirtschaftliche Potenziale für die heimische Wirtschaft nutzen - Arbeitsplätze für Frauen und   Männer schaffen und sichern,
-    Intensivierung der Zusammenarbeit in Handel, Handwerk und Gewerbe,
-    neue Produkte, Vermarktungswege und Dienstleistungen für die Land- und Forstwirtschaft  fördern,
-    touristische Infrastrukturen und Marketingstrategien weiterentwickeln sowie regionale  Kooperationen stärken,
-    Erhalt und Inwertsetzung des kulturellen und landschaftlichen Erbes,
-    Stärkung der gemeinsamen Identität und des WIR-Gefühls,
-    Netzwerke, Entwicklungsinitiativen und bürgerschaftliches Engagement stärken.

Fördermaßnahmen

  • Umsetzung eines Regionalen Entwicklungskonzepts (REK)
    • Gründung und Entwicklung von Kleinstunternehmen mit Schaffung von Arbeitsplätzen
    • Gründung und Entwicklung von touristischen Kleinstunternehmen entsprechend des strategischen Marketingziels „Natur- und Landerlebnis“
    • Projekte der öffentlichen Daseinsvorsorge mit einnahmeschaffender bzw. erwerbswirtschaftlicher Orientierung
    • sonstige investive und nicht investive Projekte
  • jeweils zur Umsetzung eines REK
  • Vorbereitung und Umsetzung von Kooperationsprojekten
  • Laufende Kosten (der lokalen Aktionsgruppe)

Grundlage

Das REK und die Einrichtung einer Lokalen Aktionsgruppe (LAG) als Träger der lokalen Entwicklungsstrategie sind Voraussetzung für die Anerkennung als Fördergebiet. Die REK, die unter Einbeziehung der Bevölkerung und der relevanten Interessengruppen entwickelt wurden, stellen die Grundlage der LEADER-Förderung dar. Die LAG legen auf dieser Grundlage fest, welche Projekte finanziell unterstützt werden sollen.

Fördergebiete

Innerhalb der Gebietskulisse Ländlicher Raum sind folgende Regionen als „LEADER-Fördergebiete“ anerkannt:

  1.      Burgwald-Ederbergland
  2.      Casseler Bergland
  3.      Darmstadt-Dieburg
  4.      Diemelsee-Nordwaldeck
  5.      Fulda-Südwest
  6.      GießenerLand
  7.      Hersfeld-Rotenburg
  8.      KulturLandschaft HessenSpitze
  9.      Kellerwald-Edersee
  10.      Knüll
  11.      Lahn-Dill-Bergland
  12.      Lahn-Dill-Wetzlar
  13.      Limburg-Weilburg
  14.      Marburger Land
  15.      Mittleres Fuldatal
  16.      Odenwald
  17.      Rheingau
  18.      Rhön
  19.      SPESSARTregional
  20.      Schwalm-Aue
  21.      Taunus
  22.      Vogelsberg
  23.      Werra-Meißner
  24.      Wetterau/Oberhessen