Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
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Hessisches Gesetz zur Stärkung Innerstädtischer Geschäftsquartiere (INGE)

Das Gesetz zur Stärkung von innerstädtischen Geschäftsquartieren (INGE) bietet die Grundlage für Einzelhändler und Hauseigentümer, Bereiche in Stadtzentren und Stadtteilzentren zur Stärkung der Innovation von Einzelhandels- und Dienstleistungszentren (Innovationsbereiche) festzulegen, in denen in eigener Organisation und Finanzverantwortung für einen begrenzten Zeitraum von bis zu fünf Jahren Maßnahmen zur Verbesserung der Situation von Einzelhandels- und Dienstleistungsbetrieben ergriffen werden können.

Ziel ist die Schaffung eines sicheren, einladenden und prosperierenden Stadtquartiers für Gewerbetreibende, Bewohner und Kunden. Individuelle Projekte und Maßnahmen des Innovationsbereichs werden örtlich festgelegt. Hierzu zählen unter anderem Maßnahmen zur Aufwertung und Belebung des öffentlichen Straßenraums, Ladenleerstandsmanagement, Wirtschaftsförderung, Stadtentwicklung und -gestaltung, Quartiersmarketing, die Durchführung von Events sowie Sicherheit und Sauberkeit.

Förderprogramm INGEplus

Die rechtliche Grundlage für das Förderprogramm stellt das hessische „Gesetz zur Stärkung von innerstädtischen Geschäftsquartieren“ - kurz: INGE. Es sieht die Einrichtung von räumlich abgegrenzten, innerstädtischen Innovationsbereichen vor, in denen Grundstückseigentümer, Einzelhändler und Einzelhändlerinnen, Gastronomen und andere Dienstleister gemeinsam mit den Kommunen zeitlich begrenzte Maßnahmen zur Verbesserung des Umfeldes und der Attraktivität des Quartiers durchführen. Mit dem Förderprogramm INGEplus unterstützt das Umweltministerium die organisatorischen und administrativen Vorbereitungen zur Einrichtung solcher Quartiere. Dazu gehören beispielsweise der Aufbau von Managementstrukturen, Beratung und Moderation, oder auch die Entwicklung von passenden Konzepten für die Quartiere wird gefördert. Auch eine aktive Öffentlichkeitsarbeit sowie Beteiligungsprozesse sind förderfähig.

Typische Maßnahmen zur Umfeldverbesserung sind etwa die Vereinheitlichung der Straßenmöblierung, die Aufwertung der Fassaden und Straßenbeläge oder die Umsetzung eines Beleuchtungskonzeptes. Quartiere erhalten auf diese Weise die Möglichkeit, den Status Quo zu sichern oder eine Verbesserung zu erreichen.

Im Jahr 2015 wurden elf Kommunen für ihr Engagement für die Innenstädte prämiert. Sie werden bis 2018 aus dem Programm INGEplus gefördert.

INGEplus-Förderungen im Einzelnen

Bad Karlshafen

40.000 Euro

Bad Salzschlirf

45.000 Euro

Bebra

28.000 Euro

Frankfurt-Höchst

45.000 Euro

Fulda

45.000 Euro

Königstein im Taunus

40.000 Euro

Korbach

45.000 Euro

Limburg an der Lahn

45.000 Euro

Rimbach

29.000 Euro

Schlüchtern

43.000 Euro

Stadtallendorf

45.000 Euro