Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
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Wohnungsbau

Allianz für Wohnen in Hessen

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Logo Allianz für Wohnen in Hessen
© Hess. Umweltministerium

Die Versorgung mit bezahlbarem und angemessenem Wohnraum ist eines der drängendsten Probleme der Bürgerinnen und Bürger in Hessen. Betroffen sind davon in erster Linie der Ballungsraum des Rhein-Main-Gebiets und die Verdichtungsräume, wie Kassel oder Gießen. Doch während der Bedarf an Wohnraum in den großstädtischen Gebieten kontinuierlich wächst, kämpft der ländliche Raum mit steigenden Leerständen von Immobilien. Die hohen Zahlen an Flüchtlingen, die nach Hessen kommen, werden den Bedarf an Wohnraum noch dringlicher werden lassen. All diese Themen stellen Politik und Wirtschaft vor eine große Herausforderung. Die für den Wohnungsbau und Stadtentwicklung zuständige hessische Ministerin Priska Hinz stellt sich dieser Aufgabe und möchte alle Möglichkeiten nutzen um die Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau zu verbessern. Im Rahmen der Allianz für Wohnen in Hessen wird sich die Hessische Landesregierung unter Federführung des Umweltministeriums zusammen mit den Partnerinnen und Partner diesem zentralen Thema annehmen. Gesucht werden konkrete und praktikable Lösungsmöglichkeiten. Dabei sind konsistente Lösungen, neue Ideen aber möglicherweise auch die Verstärkung bewährter Konzepte gefragt. Durch die Allianz soll auch die Zusammenarbeit und Vernetzung der vielfältigen Akteure und deren Interessen im weiten Feld der Wohnungspolitik verbessert werden. Die Akteure kommen auf regelmäßig stattfindenden Schwerpunktveranstaltungen zusammen, um gemeinsam zu diskutieren und Vorschläge für Lösungen zu den aktuellen Themen der Wohnungspolitik zu entwickeln.

Die „Allianz für Wohnen in Hessen“ ist eine Initiative des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, an der sich neben weiteren Landesressorts die Verbände der Wohnungswirtschaft, die kommunalen Spitzenverbände, Kammern, der Mieterbund und weitere Interessensverbände sowie die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen beteiligen.

Weitere Entwicklung der Allianz für Wohnen

Am 23. März 2016 fand im Plenarsaal des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung (Landeshaus) in Wiesbaden unter Leitung von Staatssekretären Dr. Tappeser die Plenumsveranstaltung der Allianz für Wohnen statt. Im Rahmen des Plenums stellten die Sprecherinnen und Sprecher der drei thematischen Arbeitsgruppen

  • AG 1: Bedarfe, Zielgruppen und Modelle;
  • AG 2: Rechtlicher Rahmen, Regularien und Spielräume;
  • AG 3: Flächenangebote und -potenziale, Baulandentwicklung

die erarbeiteten prioritären Maßnahmenvorschläge vor. Staatssekretärin Dr. Tappeser war mit den Ergebnissen sehr zufrieden und sagte, dass das erste Etappenziel der Arbeitsgruppen - eine Grundlage zur Weiterarbeit zu schaffen, erste konkrete Maßnahmen zu benennen und einige davon auch schon anzustoßen – erreicht wurde. Sie betonte aber auch, dass weiterhin ein enormer Handlungsdruck in quantitativer und qualitativer Hinsicht  bei allen Akteuren am Wohnungsmarkt bestehe und dass das Thema bezahlbares Wohnen so komplex ist, dass es langfristiger Anstrengungen bedürfe. Alle Akteure stimmten daher mit ihr überein, dass die Allianz für Wohnen fortgeführt wird.

Zeitnah soll nun ein Gutachten zur Identifizierung und Quantifizierung der Wohnraumbedarfe nach Zielgruppen und Wohnformen in Auftrag geben werden. Projektteams werden konkrete Vorschläge für eine Musterstellplatzsatzung entwickeln und einen Leitfaden zur Nachverdichtung entwerfen. Außerdem wird die Einrichtung einer Anlaufstelle/Koordinierungsstelle zur Unterstützung der Kommunen und der Wohnungsbauunternehmen bei der zügigen Schaffung von bezahlbarem Wohnraum geprüft. Zudem werden Fachforen veranstaltet, die Themen behandeln, die den Kommunen und anderen Marktteilnehmern einen Orientierungsrahmen und eine Entscheidungshilfe für bezahlbares Bauen geben sollen.

Am 8. Juli 2016 wurde der Zwischenbericht der Allianz veröffentlicht. Der Bericht stellt ein Zwischenergebnis dar, das mit den Bündnispartnern erarbeitet wurde. Darin sind 15 Maßnahmenvorschläge benannt, die das Plenum der Allianz im März 2016 verabschiedet hatte. Dazu gehört etwa ein Gutachten zur Identifizierung und Quantifizierung des Wohnraumbedarfs nach Zielgruppen, verschiedene Informationsmaterialien, eine Kampagne zum Thema „Wohnqualität“ und regionale bzw. interkommunale  Wohnungsbau- und Infrastrukturkonferenzen.

Im Herbst dieses Jahres kommen die Akteure der Allianz erneut im Plenum zusammen, um das bisher Erreichte zu besprechen, aktuelle Entwicklungen zu diskutieren und neue Maßnahmen anzustoßen.

Partnerinnen und Partner

Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen
BFW Landesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen Hessen / Rheinland-Pfalz / Saarland e.V.
Deutscher Mieterbund – Landesverband Hessen
Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen e.V.
Haus & Grund Hessen
Hessischer Handwerkstag
Hessischer Landkreistag
Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung
Hessischer Städte- und Gemeindebund
Hessischer Städtetag
IHK Arbeitsgemeinschaft Hessen
Institut Wohnen und Umwelt
Landesarbeitsgemeinschaft Soziale Brennpunkte Hessen e.V.
Regionalverband FrankfurtRheinMain
Verband der Immobilienverwalter Hessen e.V.
Verband der Südwestdeutschen Wohnungswirtschaft e.V.
Verband Wohneigentum Hessen e.V.
Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen